Leider haben viele Menschen einen Gendefekt in einem der Enzym-Gene, die in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen.
Das Medikament landet dabei nach wie vor im Blutkreislauf und zeigt seine Wirkung, allerdings wird es nicht für den Abbau vorbereitet und bleibt deutlich länger im Körper.
Das ist zwar bei der einmaligen Einnahme kaum ein Problem, doch wird das Medikament 3 Mal täglich eingenommen, steigt somit die Konzentration im Blut immer höher an, bis es zu toxischen Nebenwirkungen kommt.
Das Problem bei wiederholter Einnahme, wenn ein Gendefekt vorliegt
Im Fall von Warfarin befindet sich die Blutverdünnung anfangs im richtigen Bereich, jedoch steigt die Konzentration des Medikaments bei dauerhafter Einnahme immer weiter an und zeigt eine immer stärkere blutverdünnende bzw. blutgerinnungshemmende Wirkung, bis es zu unkontrollierbaren Blutungen kommt.
Das bedeutet, dass für die 20% der Population, die einen Gendefekt tragen, eine deutlich geringere Dosis des Medikaments notwendig ist, da die übliche Dosis zu schlimmen Nebenwirkungen führen würde.